Die SNB hält an ihrer Geldpolitik fest und rechnet mit moderater Teuerung. Für die Immobilienfinanzierung bleibt das Zinsumfeld vorerst stabil.

Die Schweizerische Nationalbank hat in ihrer geldpolitischen Lagebeurteilung vom 24. September 2026 den SNB-Leitzins unverändert bei 0 Prozent belassen. Sie begründet dies mit einer Teuerung, die im Bereich der Preisstabilität liegt: Für 2026 erwartet sie 0,7 Prozent, für 2027 und 2028 je 0,8 Prozent. Kurzfristig dürfte die Teuerung im vierten Quartal leicht steigen, danach wegen sinkender Energiepreise wieder nachgeben. Die Nationalbank hält fest, dass sie bei Bedarf weiterhin am Devisenmarkt aktiv sein kann.

Für Eigentümerinnen, Investoren und Mieter heisst das: Das Zinsumfeld bleibt vorerst ruhig. Variable und kurzfristige Hypotheken orientieren sich eng am Leitzins, bei längeren Laufzeiten spielen zusätzlich die Kapitalmarktzinsen eine Rolle. Der hypothekarische Referenzzinssatz, der für Mietzinsanpassungen massgebend ist, wird vom Bundesamt für Wohnungswesen separat und nach eigener Methode festgelegt; er wird nicht direkt vom Leitzins bestimmt. Eine Zinswende am Markt bleibt möglich, ist mit diesem Entscheid aber nicht angezeigt.

Aus Sicht einer Entwicklerin ist verlässliche Finanzierungsplanung ein Standortvorteil. Auch bei stabilen Zinsen lohnt es sich, Projekte mit Reserven für Zins- und Baukostenschwankungen zu planen. Die Einordnung ersetzt keine individuelle Beratung.

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